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Hirschvogel wächst durch Großaufträge im Bereich E-Mobilität

Das Familienunternehmen investiert 27 Millionen Euro am Standort Schongau.

Die Hirschvogel Group fertigt Stahl- und Aluminiumkomponenten schwerpunktmäßig für die Automobilindustrie. Das unabhängige Familienunternehmen möchte die Chancen der Mobilitätswende nutzen und sich auch im Bereich E-Mobilität als starker Partner positionieren. Eine wichtige Produktgruppe sind dabei Rotorwellen für Elektroantriebe. Hier strebt das Unternehmen die Weltmarktführerschaft an. Mit dem Gewinn von fünf Großaufträgen namhafter Fahrzeughersteller ist Hirschvogel diesem Ziel nun einen großen Schritt näher gekommen.

Hirschvogel Komponenten GmbH profitiert vom Neugeschäft

Das Schongauer Tochterunternehmen, die Hirschvogel Komponenten GmbH, wird die Veredelung der Rotorwellen übernehmen und einbaufertig ans Band der Kunden liefern. Das Werk gilt als Weiterveredelungsspezialist in der Hirschvogel Group und verarbeitet überwiegend Rohteile, die an den Standorten in Denklingen, Marksuhl und Gliwice gefertigt werden. Das Unternehmen wurde 1999 in Schongau gegründet. Die Zahl der Beschäftigten ist von anfangs 117 auf mittlerweile knapp 1.000 gestiegen. Der Umsatz lag 2021 bei 345 Millionen Euro.

Neueste Fertigungstechnologie für innovative Produkte

Rotorwellen sind Produkte mit Zukunft. Sie kommen als zentrale Komponenten von Elektroantrieben in innovativen, CO2-emmissionsfreien Fahrzeugkonzepten zum Einsatz, in Elektroautos ebenso wie in E-Bikes oder elektrischen Leichtfahrzeugen. Um die steigende Kundennachfrage schnellstmöglich bedienen zu können, investiert Hirschvogel kurzfristig 7 Millionen Euro in den Bau einer weiteren Produktionshalle am Standort Schongau sowie 20 Millionen Euro in neueste Technologie für eine prozess- und materialflussorientierte Fertigung. Die Bauarbeiten für Halle 10 bei der Hirschvogel Komponenten GmbH haben bereits begonnen. Der Produktionsstart ist für das zweite Quartal 2023 geplant.

Zusätzliche Arbeitsplätze in der Region

„Um hochkomplexe Komponenten wie Rotorwellen kundenspezifisch und in Großserie fertigen zu können, ist eine hohe Entwicklungs- und Fertigungskompetenz erforderlich. Hier in Schongau haben wir sie“, sagt Oliver Maurer, der die Hirschvogel-Werke in Denklingen und Schongau leitet. „Es ist daher konsequent, dass wir den Standort stärken, ausbauen und damit zusätzliche, nachhaltige Arbeitsplätze in der Region schaffen.“ Die Hirschvogel Group hat sich bereits anliegende Grundstücke für eine mögliche weitere Expansion gesichert. Die Zeichen stehen in Schongau auf E-Mobilität und Wachstum.