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Hirschvogel in Marksuhl investiert zum Jubiläum in die Zukunft

Vor 30 Jahren, 1991, gründete das Familienunternehmen Hirschvogel mit Stammsitz in Denklingen sein erstes deutsches Tochterunternehmen: Aus der Betriebsabteilung „Schmiede“ der früheren Wartburg-Werke in Eisenach wurde die Hirschvogel Eisenach GmbH.

Rund 80 Beschäftigte konnten an diesem Fertigungsstandort für Stahl-Komponenten übernommen werden. 1997 erfolgte der Umzug in ein neu gebautes, größeres Werk in Marksuhl. Zur Jahrtausendwende wurde der Standort um die Hirschvogel Aluminium GmbH erweitert, in der Komponenten aus Aluminium gefertigt und weiterveredelt werden.

Heute zählt Hirschvogel in Marksuhl circa 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie produzieren jährlich rund 31.000 Tonnen Stahl-Komponenten und 14.000 Tonnen Aluminium-Komponenten für den Automotive-Bereich.

Coronabedingt ist keine Jubiläumsfeier möglich. Grund zur Freude gibt es laut Detlef Lumm, Leiter der beiden Werke in Marksuhl, trotzdem: „Die Hirschvogel Holding investiert mit Blick auf die Mobilitätswende in die Zukunft unseres Standorts.“ Mit der fortschreitenden Elektrifizierung im Automobilbereich will der international agierende Zulieferer in Thüringen vermehrt Komponenten fertigen, die unabhängig vom Antriebskonzept in allen Fahrzeugen benötigt werden. Dazu zählen Lenker, Crashelemente, aber auch verschiedene Karosserie-Bauteile.

Für diese Erweiterung des Produktspektrums wird aktuell eine neue Umformlinie installiert. Die Bauarbeiten sind spektakulär. Für die neue Anlage mussten weit mehr als 1.000 m3 Aushub bewegt werden. Schwertransporter lieferten im Oktober die beiden 28 Meter langen Anwärmöfen an. Der Produktionsstart der neuen Linie ist für 2022 geplant.

Auch im Ausbildungsbereich stehen die Zeichen auf Zukunft. Seit 1997 bildet Hirschvogel in Marksuhl aus. Seit 2018 erfolgt die Betreuung der jungen Berufseinsteiger im eigenen Aus- und Weiterbildungszentrum mit Lehrwerkstätte und Schulungsräumen. „So können wir die Ausbildungsinhalte perfekt auf die von uns benötigten Qualifikationen abstimmen“, meint Lumm. Mittlerweile können hier 10 IHK-Berufe erlernt werden. Neben den 28 Auszubildenden aus dem eigenen Haus werden in Kooperation weitere 20 Auszubildende des Standortnachbarn ruhlamat betreut. Hinzu kommen 8 Dualstudenten.

Hirschvogel macht sich bereit, um als Komponenten-Hersteller die Mobilität von morgen mitzugestalten.